Sonderausstellung
8. Mai bis 8. November 2026

Der Gestalter Hans Theo Baumann (1924-2016) – Am Anfang war das Glas

Die Sonderausstellung stellt eine der prägenden Figuren des deutschen Designs der Nachkriegszeit vor. Denn die Entwürfe von Hans Theo Baumann für Porzellan, Keramik, Möbel, Besteck und Glas sind zeitlose Ikonen führender Firmen. Baumann ist nicht nur ein kreativer und perfektionistischer Entwerfer, sondern hat auch ein großes Gespür für Material und Werkprozesse.
Im Fokus der Ausstellung steht seine Auseinandersetzung mit dem Material Glas, das ihn sein ganzes Leben über fasziniert hat. Den Anfang bildet dabei die Zusammenarbeit mit dem Architekten Egon Eiermann bei der Gestaltung der Glasfenster für die Matthäuskirche in Pforzheim (1951 bis 1953). Baumann experimentiert dazu mit sogenanntem Dickglas in der Glashütte Lamberts in Waldsassen. Gleichzeitig fertigt er dort verschiedene Glasvasen und Gefäße. Später arbeitet Baumann auch mit Glasmachern am Ofen der Glashütte Süßmuth in Immenhausen zusammen. Hier entstehen Gefäße als Unikate, mit denen er 1977 am Coburger Glaspreis teilnahm. Für Süßmuth entwirft er ferner Trinkgläser und Vasen, die in der Hütte über viele Jahre ausgeführt werden. Weitere Glasentwürfe liefert Baumann für Gral-Glas in Dürnaus sowie für die von Gral-Glas übernommene Hütte Rheinkristall in Leichlingen.
Zeitlebens ist das Material Glas die große Leidenschaft von Hans-Theo Baumann. In der Ausstellung werden neben den überaus vielfältigen Glasarbeiten auch Entwürfe für Keramik und Porzellan, für die Textil-, Besteck- und Möbelindustrie sowie künstlerische Arbeiten von Baumann präsentiert.

PDF Flyer zur Ausstellung

 

Hans Theodor Baumann - Plakatmotiv 2026
Hans Theodor Baumann, Stangenvase, um 1951

Stangenvase aus Glas, um 1951, Foto: Kunstsammlungen der Veste Coburg