
Glas kann überraschend massiv und schwer wirken – oder fast schwerelos erscheinen. Wie Künstlerinnen und Künstler mit Material, Form und Licht unsere Wahrnehmung beeinflussen, steht im Mittelpunkt einer besonderen Themenführung im Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental.
Maria Kemmer stellt Werke vor, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Massiv gestaltete Glasobjekte, etwa von Till Augustin, vermitteln Kraft, Gewicht und Präsenz. Ihnen gegenüber stehen filigrane Arbeiten aus Pâte de Verre, beispielsweise von Anne Petters, deren matte Oberflächen und feinen Strukturen eine beinahe schwebende Leichtigkeit erzeugen.
Die Führung lädt dazu ein, Glas nicht nur als Werkstoff, sondern auch als Mittel künstlerischer Täuschung zu entdecken. Sie zeigt, wie unterschiedlich Künstlerinnen und Künstler mit Materialität umgehen und wie sehr unsere Wahrnehmung von optischen Eindrücken geprägt wird.
Anhand ausgewählter Werke aus der Sammlung werden verschiedene Glastechniken vorgestellt und deren Wirkung auf den Betrachter erläutert.


